Deutscher Esperanto-Bund e.V. / Germana Esperanto-Asocio r.a.

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Die Schlagzeilen:
2012-05-17 Gemeinsamer Esperanto-Kongress von Dänen, Deutschen und Polen in Berlin
2012-05-09 Kommentar zu den Sonnenberger Leitsätzen
2012-04-02 Esperanto-Text zur Europahymne vorgeschlagen
2012-03-25 Internationales Familientreffen in Bonn
2012-02-26 Google übersetzt Esperanto
2011-11-24 Esperanto wird 125 Jahre alt
2011-11-03 Deutschlandpremiere des Films "The Universal Language" von Sam Green
2011-10-27 Sprachkurse bei der Expolingua und im Esperanto-Kulturzentrum Berlin
2011-09-26 Für Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kommunikation
2011-07-22 Kopenhagen beherbergt eine Woche lang Esperantofreunde aus aller Welt

"Partner in Europa"

Gemeinsamer Esperanto-Kongress von Dänen, Deutschen und Polen in Berlin

(D.E.B.) "Partneroj en Eŭropo" lautet das Motto des gemeinsamen Esperanto-Kongresses der Landesverbände von Dänemark, Deutschland und Polen. Über Pfingsten kommen in Berlin-Lichtenberg rund 200 Esperanto-Sprecher zusammen.

Das Themenprogramms beginnt am Freitagabend mit einem Festvortrag von Prof. Martin Haase (Bamberg). Der Leiter des Deutschen Esperanto-Instituts und laut Spiegel "mächtigste Pirat der Republik" geht darin auf Anspruch und Hindernisse des europäischen Einigungsprozesses ein und diskutiert sie vor dem Hintergrund von Lösungsvorschlägen bekannter Esperanto-Freunde zum interkulturellen Zusammenleben. Weitere Vorträge und Diskussionsrunden an anderen Tagen behandeln u.a. Themen aus dem Bereich Kommunikation wie die "Benennung der Anderen" und "Geschlechtergerechte Sprache" sowie kollaborative Übersetzungsplattformen im Internet.

Aber nicht nur zu den Fachthemen gibt es etwas. Auch zu Themen wie "Die Esperanto-Jugend in der DDR" und Strategiespielen gibt es Beiträge. Im Abendprogramm gibt es ein selbstkritisches Theaterstück über die Esperanto-Bewegung, Konzerte dreier Liedermacher aus Dänemark, Deutschland und Polen und einen Chor. Am Sonntag werden den Teilnehmern Ausflüge nicht nur zu den üblichen Sehenswürdigkeiten, sondern auch ins Computerspiele-Museum, in die "Gärten der Welt" nach Marzahn, in den Spreewald und durch Lichtenberg geboten. Weiterhin finden Mitgliederversammlungen und Sitzungen der beteiligten Verbände und Fachvereinigungen statt.

Sowohl die Künstler als auch Vortragende und Teilnehmer sprechen auf dem Kongress die Plansprache Esperanto, die vor 125 Jahren veröffentlicht wurde und sich seitdem zu einer voll funktionsfähigen und lebendigen Sprache entwickelt hat. In Berlin gibt es das ganze Jahr über auch abseits des Kongresses vielfältige Möglichkeiten, Esperanto in den zahlreichen Ortsgruppen anzuwenden. Jeden Donnerstag können Interessierte ab 20 Uhr im Esperanto-Haus in Berlin-Lichtenberg (Einbecker Str. 36) vorbeischauen und sich informieren. Im September finden an der VHS Lichtenberg wieder Esperanto-Kurse statt, außerdem gibt es immer wieder Wochenend-Intensivkurse im Esperanto-Haus.

Weiterführende Adressen
Gemeinsamer Esperantokongress: www.esperanto.de/kek2012
Landesverband Berlin-Brandenburg des Deutschen Esperanto-Bundes: www.esperanto.de/bb
Esperanto-Haus Berlin, Einbecker Str. 36 (S+U Lichtenberg), Donnerstags ab 20h

Ihr Ansprechpartner:
Felix Zesch, felix.zesch@esperanto.de
Deutscher Esperanto-Bund e.V., Einbecker Str. 36, 10317 Berlin
www.esperanto.de, Telefon 030 / 69 20 48 460, Fax 030 / 69 20 48 469

2012-05-17

Esperanto-Bund veröffentlicht Leitsätze zur europäischen Sprachenpolitik mit Kommentar

Anlässlich des Europatags am 9. Mai veröffentlicht der Deutsche Esperanto-Bund einen umfangreichen Kommentar zu den auf der letzten Bundesversammlung beschlossenen Sonnenberger Leitsätzen zur europäischen Sprachenpolitik. Diese beinhalten den Verbandsstandpunkt zu Fragen der Mehrsprachigkeit, der Rolle von Esperanto in der Europäischen Union und zum Unterricht von Esperanto in Schulen und Universitäten.

Der nun erschienene Kommentar erläutert jede einzelne der beschlossenen Thesen und gibt weiterführende Quellen an. Er soll noch in diesem Jahr auch in gedruckter Form zweisprachig auf Deutsch und Esperanto in der Schriftenreihe des Deutschen Esperanto-Instituts erscheinen. Bereits jetzt kann man die deutsche Version herunterladen (pdf, 522 KB).

Die von der Bundesversammlung in Münster 2011 beschlossenen Leitsätze sind Ergebnis einer vom Vorstand eingesetzten Arbeitsgruppe. Der Kommentar ist nicht Teil der Beschlüsse und entstand als Begleitmaterial zu den Thesen. "Mit dem Kommentar sollen interessierte Bürger, Politiker und Aktive unseres Vereins Hintergrundinformationen zu den sprachenpolitischen Leitsätzen erhalten und auf weiterführende Literatur verwiesen werden, damit sie sich auf diesem Gebiet eine fundierte Meinung bilden können." erläutert Felix Zesch, Ko-Autor des Kommentars und Vorstandsmitglied des Deutschen Esperanto-Bunds.

Berlin, 09.05.2012
Felix Zesch, felix.zeschesperanto.de
Tel. 030 / 69 20 48 460, Fax 030 / 69 20 48 469

2012-05-03

Esperanto-Text zur Europahymne vorgeschlagen

Bürgerinitiative der EEU stellt Antrag an die Europäische Kommission

Der Vertrag von Lissabon ermöglicht den Bürgern, ihre Vorschläge zur besseren Umsetzung der EU-Vereinbarungen zu präsentieren. Die Europäische Esperanto-Union (EEU) griff dieses auf und sandte am gestrigen Tage der Europäischen Kommission zur Erwägung und Annahme folgenden Vorschlag zu:

"Die Europäische Union möge das Singen der europäischen Hymne nach einer Textfassung in der neutralen Sprache Esperanto empfehlen, wenn Bürger ihre gemeinsame europäische Identität ausdrücken möchten."

Bekanntlich gibt es bislang für die Europahymne nur eine offizielle Melodie, nämlich die der "Ode an die Freude", deren Inhalt aber nichts mit Europa zu tun hat, was Spötter gern unterstreichen. Der Italiener Dr. Umberto Broccatelli schuf nun einen poetischen Text - auf Esperanto. Die EEU möchte diesen bei gemeinsamen Singen der Europäer genutzt wissen, denn - so die Sprecher der Bürgerinitiative - jeder zugleich in seiner Muttersprache ergäbe eine fürchterliche Kakophonie, alles andere als ein erlebbares "Einheit in der Vielfalt", das doch die Europäische Union darstellen soll.

Die Bürgerinitiative begründet ihren Antrag wie folgt (Übersetzung aus dem Esperanto-Original):

  1. zu helfen, eine gemeinsame europäische Identität zu festigen, in Harmonie zu nationalen, regionalen und anderen Identitäten, und so die Europäische Union für die Bürger wirksamer zu machen;
  2. die Teilnahme der Bürger im europäischen Vereinigungsprozess zu intensivieren;
  3. dabei zu helfen, die vorgenannten Ziele 1 und 2 durch einen Text in einer neutralen, ganz Europa zugehörigen Sprache zu erreichen, damit die Bürger ihn gemeinsam singen können.
  4. den gleichen Respekt vor allen europäischen Sprachen abzusichern;
  5. erneut die zwei Gesichtspunkte im Wahlspruch der Europäischen Union, „Einheit in der Verschiedenheit“, zu bekräftigen und auszugleichen, um zu garantieren, dass die Verschiedenheit nicht überbetont noch die Einheit hintangesetzt wird.
Zu dem siebenköpfigen Ausschuss der Unterstützer aus sieben verschiedenen EU-Ländern gehören der Nobelpreisträger Prof. Dr. Reinhard Selten aus Deutschland und der bekannte Politiker Marco Pannella aus Italien.

Den Text der Esperantofassung der traditionellen Europa-Hymne kann man unter www.europo.eu/eo/euhropa-himno lesen und hören. Ferner sind dort die Übersetzungen in allen 23 offiziellen Sprachen der EU, in vielen Regional- und Minderheitensprachen, sowie in den Weltsprachen Chinesisch, Arabisch, Japanisch, Hindi, Bengalisch und Indonesisch. Die Europäische Esperanto-Union würde weitere Übersetzungen begrüßen.

Die Europäische Kommission hat nun zwei Monate, um zu entscheiden, ob sie den Vorschlag registriert. Falls sie zustimmt, dass er tatsächlich der Umsetzung der EU-Verträge dienlich ist und unter ihre Zuständigkeit fällt, hat die EEU 12 Monate Zeit , 1 Million Unterschriften in den 27 Mitgliedstaaten zu sammeln, um die Europäische Kommission zu veranlassen, eine entsprechende Empfehlung weiterzugeben. Dabei sollte man beachten, dass man im Netz elektronisch unterzeichnen kann.

Für nähere Auskünfte wende man sich an
sean.oriainweb.de (0032496-597763)
jozef.reinvartgmail.com

Der Antrag ging als 51. am 1. April bei der Kommission ein. Siehe auch die entsprechende Seite der Eŭropa Esperanto-Unio.

2012-04-02

Internationales Familientreffen in Bonn

115 Teilnehmer aus 13 Ländern treffen sich am Venusberg

(D.E.B.) Die Internationale Frühlingswoche findet dieses Jahr in Bonn statt. 115 Teilnehmer aus 13 Ländern werden zu dem großen Familientreffen des Deutschen Esperanto-Bundes erwartet, das vom 2. bis 9. April in der Tagungsstätte Haus Venusberg (Haager Weg 28-30, 53127 Bonn) stattfindet.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass ein Drittel der Teilnehmer unter 20 Jahre alt sind, darunter auch eine Schülergruppe aus Portugal: Die vier Jungen und sechs Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren kommen aus den kleinen Städten Potinha und Amadora bei Lissabon gemeinsam mit ihren Lehrern Luis Ladeira und Helena Spencer. Seit 2004 wird an ihrer Schule Esperanto unterrichtet. Finanziell wird die Esperanto-Reise nach Bonn von dem Comenius-Projekt der EU unterstützt.

Auf der Internationalen Frühlingswoche ist ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Spielen, Sport, Kultur und Ausflügen, Osterfeuer und Eiersuchen geplant. Darüber hinaus haben abends eingeladene Esperanto-Musiker und Theatermacher ihren Auftritt.

Für Kinder und Jugendliche gibt es ein eigenes Programm. Dieses umfasst Bastelkurse und Gute-Nacht-Geschichten für die Jüngsten ebenso wie die allabendliche Diskothek, Geocaching und allerlei andere Aktivitäten für die Älteren.

Die Verständigung ist kein Problem, die internationale Sprache Esperanto verbindet die Gäste über alle Sprach- und Kulturgrenzen hinweg. Für diejenigen, die in Esperanto noch nicht so fit sind oder ihre Sprachkenntnisse weiter vervollkommnen möchten, werden Sprachkurse für unterschiedliche Niveaus und Altersgruppen angeboten.

Die Internationale Frühlingswoche findet jedes Jahr um die Osterzeit statt, erstmals 1985 in Bielefeld. Damals hatte das Treffen 35 Teilnehmer, davon fünf aus dem Ausland. Doch sechs Jahre später, 1991 in Jünkerath, trafen sich schon mehr als 100 Esperantofreunde. Inzwischen nehmen regelmäßig fast 200 Esperantisten an der "Frühlingswoche" teil, viele von ihnen langjährige Stammgäste. Eine Woche lang ermöglicht die Frühlingswoche alljährlich Esperantosprechern, ihre Ferien in internationaler Esperanto-Atmosphäre zu verbringen. Gleichzeitig bietet es aber auch Anfängern einen ersten Einblick in die einzigartige Kultur des Esperantolebens zu gewinnen.

Kontakt: Dr. Jörg Gersonde, Leiter des Organisationsteams, Telefon 0157-75164518, joerg.gersondeesperanto.de

2012-03-25

Google spricht jetzt auch Esperanto

Als 64. Sprache im Übersetzungsdienst hinzugefügt

(D.E.B.) "Weltweite Hilfssprache für alle Menschen", so lautet die Überschrift der Information im Google Translate-Blog vom 22. Februar 2012. Thorsten Brants, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Google Translate schreibt, dass Esperanto soeben den verfügbaren Sprachen bei Google Translate als 64. Sprache hinzugefügt wurde. Brants informiert weiter, dass es heute, 125 Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Buches zu Esperanto, hunderttausende aktive Sprecher gibt, vermutlich Millionen mit geringen Sprachkenntnissen und sogar etliche hundert Menschen, die Esperanto als eine ihrer Muttersprachen beherrschen.

"Esperanto und Google Translate", so Brants, wollen den Menschen helfen sich zu verstehen.

Überrascht gewesen sei man bei Google von der hohen Qualität der Maschinenübersetzung beim Esperanto. Esperanto sei so konstruiert, dass es leicht für Menschen erlernbar sei. Dies helfe wohl auch bei automatischer Maschinenübersetzung. Google gibt zu, dass das System noch lange nicht perfekt sei, aber man hofft dass die Nutzer durch die neue Erweiterung von Google Translate mehr über die Esperanto-Geschichte und Kultur erfahren könnten.

"Die Zahl der Esperanto-Lerner im Internet steige ständig", teilt Dr. Rudolf Fischer, der Vorsitzende des Deutschen Esperanto Bundes, mit. So sei er zwar über die Initiative von Google erfreut, habe diese aber schon seit längerem erwartet. Es sei in letzter Zeit Trend, überall, wo im Alltag mehrere sprachliche Versionen eingerichtet werden, auch eine auf Esperanto hinzuzufügen. Die internationale Sprache gelte als Ausdruck eines neuen Lebensstils, der sich als Kontrast zu den hierarchischen Wirtschafts- und Machtsystemen versteht und eine von den Bürgern selbstgestaltete weltweite humane Zukunft als Ziel hat. Praktisch begünstigt sei das Vordringen des Esperanto in Internet-Auftritten überdies durch die Tatsache, dass unter den Esperanto-Sprechern ein hoher Anteil von IT-Fachleuten sei. Insofern sei es überfällig gewesen, dass Google jetzt Esperanto auch für Übersetzungen anbiete.

Eine Esperanto-Oberfläche gibt es nämlich bei Google schon länger, später konnten auch Manuskripte als esperantosprachig gekennzeichnet werden. Der jüngste Schritt setzt also nur eine schon begonnene Entwicklung fort. Auch Facebook, Firefox, Linux und etliche andere Programme sind in Esperanto verfügbar.

2012-02-26

Esperanto wird 125 Jahre alt

In vielen neuen Medien inzwischen präsent

Esperanto, die jüngste Sprache der Welt, wird im kommenden Jahr 125.

Esperanto wurde als "Lingvo Internacia", ("Internationale Sprache") im Jahre 1887 von Dr. Zamenhof, alias Dr. Esperanto veröffentlicht. Es ist im Vergleich mit anderen Sprachen wegen seiner regelmäßigen Grammatik leichter zu erlernen. Esperanto ist ein mittlerweile ausgereiftes Ausdrucksmittel und wird vielseitig angewendet. Radiostationen in Brasilien, China, Kuba, und Vatikan senden regelmäig in dieser Sprache, sowie auch das Chinesische Fernsehen. Viele Sendungen können auch per Internet empfangen werden.

Im Internet und im Tourismus vielfach verwendet, besitzt es inzwischen auch eine beachtliche Original-Literatur und eine eigene Musik-Produktion.

Nach der relativ kurzen Zeit von nur 124 Jahren rangiert Esperanto mit seiner Sprecherzahl unter den ersten 100 größten Sprachen von ca. 6.800 weltweit. In Wikipedia liegt es an 27. Stelle hinsichtlich der Anzahl der verfassten Artikel. Die Suchmaschine Google, der Internettelefondienst Skype, der Browser Firefox, die Betriebssoftware Ubuntu und die Portale Ipernity und Facebook „sprechen“ Esperanto.

Die Sprache ist weltweit als neutrale Zweitsprache in täglichem Gebrauch vieler Menschen, auch in den wichtigen Wachstumsregionen Afrikas und Asiens. Die „Universala Esperanto Asocio“ (Esperanto Weltbund) mit Sitz in Rotterdam unterhält beratende Beziehungen zu den Vereinten Nationen und zum Europarat. Der wachsende Gebrauch des Esperanto zeigt sich auch darin, dass u.a. die Britische Telecom es für die Werbung nutzt und die Britische Regierung Esperanto-Übersetzer beschäftigt.

Unter den Personen, die von Geburt an u.a. in Esperanto erzogen wurden, finden sich die Schach-Weltmeisterin Susan Polgar, Ulrich Brandenburg, der neue Deutsche Botschafter in Russland und der Nobelpreisträger Daniel Bovet. Der Finanzfachmann George Soros lernte die Sprache ebenfalls schon als Kind.

Esperanto wird immer populärer. Das neue, umfassende Portal www.lernu.net bietet unter anderem einen Internet-Sprachkurs in z.Z. 27 Sprachen an und wird täglich rund 125 000mal aufgerufen. Die Esperanto-Wikipedia-Seite verzeichnet täglich rund 400 000 Besucher. Esperanto ist aber auch mehr als nur eine Sprache - dahinter stehen 124 Jahre gelebter Völkerverständigung und der Einsatz für eine Kommunikation auf Augenhöhe.

F.d.R. verantwortlich: Horst Vogt, Teurerweg 92, 74523 Schwäbisch Hall, horst_vogtgmx.eu

Für allgemeine Informationen zu Esperanto in Deutschland: www.esperanto.de oder debesperanto.de

2011-11-24

Deutschlandpremiere des Films "The Universal Language" von Sam Green

Entwicklungsgeschichte des Esperanto verfilmt

Der erste Film über die Entwicklung der internationalen Sprache Esperanto von ihren Anfängen 1887 bis zur Gegenwart wird in Berlin zum ersten Mal in einem deutschen Kino gezeigt.

Am 9. November lädt die Esperanto-Jugend Berlin zur Deutschland-Premiere des jüngsten Films des US-amerikanischen Dokumentarfilmers Sam Green in das Filmcafé im Prenzlauer Berg ein. "The Universal Language" zeigt die über hundertjährige Geschichte der Sprache Esperanto und der darum entstandenen Kultur und Bewegung aus den Augen eines renommierten Dokumentarfilmers. Im Anschluss an den Film berichtet eine Mitwirkende von den Dreharbeiten während des Esperanto-Weltkongresses in Yokohama im Jahr 2007.

Die Produktion des Films wurde auf der Basis von Spenden und Zuwendungen von Stiftungen realisiert. Die größten Anteile haben "The National Endowment for the Arts", die Rockefeller- und die Guggenheim-Stiftung übernommen. Sam Greens letzter Film mit dem Titel "Utopia in four movements" wurde 2010 beim Sundance-Festival vorgestellt. Er wurde in Zusammenarbeit mit dem Musiker Dave Cerf produziert, der wie Sam Green für den "Academy Award" nominiert wurde.

Speziell für die Deutschland-Premiere in Berlin wurde von Sam Green das folgende Grußwort übermittelt. "I'm thrilled about this upcoming screening - it's the German premier of my new film 'The Universal Language.' I'm happy that the German Esperanto Youth-Organization has been inspired to put the event together. I not an Esperanto speaker, but I greatly admire the Esperanto movement and am honored and thrilled to have this association. For more than 100 years Esperantists have been trying to make the world a better place, and I have tremendous respect their hopefulness, pragmatism, patience, and fondness for people."

Übersetzung:
"Ich bin gespannt auf die geplante Deutschlandpremiere meines neuen Films "The Universal Language" und freue mich, dass die Esperanto-Jugend Berlin diese Kinovorführung organisiert. Zwar spreche ich nicht Esperanto, aber ich bewundere zutiefst die Esperanto-Bewegung. Es ist mir eine Ehre und Freude zugleich, ihre Unterstützung zu haben. Seit über hundert Jahren setzen sich die Esperantisten für eine bessere Welt ein und ich habe tiefen Respekt für ihren Optimismus und Pragmatismus, ihre Geduld und ihr Engagement für Menschen."

Ort und Zeit der Premiere:
Mittwoch, 9.11.2011, Das Filmcafé, Schliemannstr. 15, 10437 Berlin

Nach Mitteilung des Pressedienstes der Esperanto-Vereinigung Berlin-Brandenburg e.V.
Roland Schnell
0 160 / 71 12 247
esperanto@berlin.de

2011-11-03

Sprachkurse bei der Expolingua und im Esperanto-Kulturzentrum Berlin

Kommunikation auf Augenhöhe und im Internet

Kommunikation auf Augenhöhe ist das, was die internationale Sprache Esperanto auszeichnet. Seit mehr als 100 Jahren hat sich Esperanto in der Praxis bewährt und wird täglich von tausenden Menschen auf der ganzen Welt benutzt, in den letzten Jahren auch immer mehr im Internet.

Die Vielzahl und Vielfalt an Web-Sites auf oder über Esperanto ist längst unübersehbar. Mehr als 150.000 Artikel und Rang 26 unter den insgesamt 282 Sprachen – das ist die Bilanz der Esperanto-Wikipedia. Zum zehnjährigen Jubiläum ihrer Gründung am 6. November 2001 findet vom 26. bis 30. November 2011 in Svitavy, Tschechische Republik, die internationale Konferenz Vikimanio statt.

Besonders empfehlenswert zum Lernen und Kontakte knüpfen: die Plattform www.lernu.net. Der Deutsche Esperanto-Bund bietet im Netz ein kostenloses Lehrbuch an.

An einem Minikurs auf der Expolingua am 30.10.2011 nahmen spontan 43 Teilnehmer statt. Sie erhielten einen Einblick in Aufbau und Funktion des Esperanto.

Im Esperanto-Kulturzentrum Berlin wird im November ein kompakter Wochenendkurs für Anfänger angeboten. Ein Platz ist eine Prämie im Gewinnspiel der Expolingua. Freitag 20:30 Uhr bis Sonntag 16:00 Uhr, 11.–13.11.2011, Einbecker Str. 36

Nach Mitteilung des Pressedienstes der Esperanto-Vereinigung Berlin-Brandenburg e.V.
Roland Schnell
0 160 / 71 12 247
esperanto@berlin.de

2011-10-27

Für Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kommunikation

Deutscher Esperanto-Bund zum "Europäischen Tag der Sprachen" am 26. September 2011

Der Deutsche Esperanto-Bund (D.E.B.) stellt sich ausdrücklich hinter die Ziele des „Europäischen Tags der Sprachen“, der am 26. September begangen wird. In ihren „Sonnenberger Leitsätzen“, die am 12. Juni 2011 verabschiedet wurden, sprechen sich die deutschen Esperanto-Freunde eindeutig für den Erhalt der Mehrsprachigkeit in Europa aus.

In der von der Bundesversammlung des Deutschen Esperanto-Bundes verabschiedeten Erklärung heißt es u.a.: „Wir setzen uns für eine Erziehung zum Respekt gegenüber allen Sprachen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, ein“ und „unterstützen Initiativen zur interkulturellen Kommunikation im europäischen Rahmen“. Der D.E.B. tritt ein „für eine Sprachenpolitik, die nicht zur Verdrängung von Sprachen führt“ und lehnt sprachliche Diskriminierung ab.

Esperanto als internationale Sprache, die gegenüber allen Kulturen offen ist und die Kommunikation mit Menschen über kulturelle Grenzen hinweg erleichtert, trägt aktiv zum Fortbestehen der Sprachenvielfalt bei. Kenntnisse des Esperanto fördern das Lernen weiterer Fremdsprachen („propädeutischer Effekt“). Damit ist die Sprache geeignet, gerade Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Sprachenlernen insgesamt zu erleichtern.

Der Europäische Tag der Sprachen ist auf Initiative des Europarats 2001 ins Leben gerufen worden. Ziel ist eine stärkere Wertschätzung für den sprachlichen Reichtum Europas und die Förderung der Mehrsprachigkeit.

Der vollständige Wortlaut der „Sonnenberger Leitsätze zur europäischen Sprachenpolitik“ kann auf der Internet-Seite des Deutschen Esperanto-Bundes unter Sonnenberger Leitsätze eingesehen werden.

2011-09-16

Kopenhagen beherbergt eine Woche lang Esperantofreunde aus aller Welt

Die Sprecher der Plansprache setzen auf die Kraft der Verständigung

Am kommenden Samstag, dem 23. Juli, beginnt in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen das weltweit größte Esperantotreffen dieses Jahres, das eine Woche lang dauert. Einige Tausend Esperanto-Sprecher aus einer Vielzahl von Ländern werden daran teilnehmen. Die Kongressbesucher werden das Hauptthema "Dialog und gegenseitige Verständigung" auf unterschiedlichen Ebenen in verschiedenen Sitzungen, Konferenzen und einem Kulturprogram behandeln.

Die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung besteht darin, dass die Teilnehmer sich ohne Dolmetscher verständigen werden, indem sie die internationale Sprache Esperanto miteinander sprechen.

Esperanto, das im kommenden Jahr 125 Jahre alt wird, besitzt eine eigene Kultur. Zehntausende Bücher, Zeitschriften sowie auch Fernseh- und Funksendungen in Esperanto sind bisher veröffentlicht worden. Die größte deutsche Esperantobibliothek ist im Torhaus der Stadt Aalen in Baden-Württemberg untergebracht.

Die Zahl derjenigen, die Esperanto als Zweit- oder Drittsprache benützen, nimmt ständig zu. Esperantosprecher, die sich überall auf der Welt finden, pflegen im Internet einen lebhaften Kontakt miteinander. Durch den ständigen Gebrauch auf allen Ebenen hält die Plansprache Esperanto mit der raschen Entwicklung des modernen Lebens Schritt.

Alois Eder, www.esperanto.de

2011-07-22

Korrekturhinweise für diese Seite bitte an: Rudolf.FischerEsperanto.de